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Herstellung von Goldschmuck

In der Natur findet man Gold meist in Form von dünnen Adern in bestimmten Gesteinsschichten. Auch als Ablagerungen in Flussgestein und Flussschlamm kommt Gold vor, dies spielt jedoch heute bei der Goldgewinnung nur noch eine untergeordnete Rolle. Um das Gold aus den Gesteinsschichten herauszulösen, ist ein hoher Arbeitsaufwand erforderlich. Auch dies trägt dazu bei, dass Gold eines der teuersten Edelmetalle ist.

Da reines Gold für die Herstellung von Schmuck oder anderen Gegenständen viel zu weich wäre, wird es immer mit anderen Metallen legiert. Erst durch diesen Prozess wird Gold zu einem bearbeitungsfähigen Material.

Goldlegierungen werden immer durch eine bestimmte Zahl gekennzeichnet, welche den Anteil an reinem Gold, auch Feingold genannt, in der Legierung angibt. Die gebräuchlichsten Goldlegierungen sind dabei durch die Zahlen 333, 585, 750 und 999 gekennzeichnet. Haben Sie zum Beispiel ein Schmuckstück mit der Bezeichnung „Gold 333“, so bedeutet dies auf einen Feingoldgehalt von 33,3% in der Legierung hin. Das Material besteht also aus rund einem Drittel reinem Gold.

In der Herstellung von Goldschmuck werden Legierungen nicht nur dafür verwendet, das Rohmaterial härter und damit verarbeitungsfähiger zu machen, sondern auch um den Schmuckstücken eine ganz besondere Optik zu verleihen.

Eine beliebte Legierungsform für Schmuck ist zum Beispiel Gelbgold, das neben dem Feingoldanteil auch Silber und einen Kupferanteil enthält. Ebenfalls beliebt und bekannt ist das so genannte Rotgold, welches ausschließlich aus Feingold und Kupfer besteht, wobei der Kupferanteil hier besonders hoch ist. Dieser sorgt für die leicht rötliche Färbung der Legierung. Viele kennen sicherlich auch Schmuck aus Weissgold. Für diese besonders hell schimmernde Goldnuance legiert man Feingold mit Silber oder Nickel. Um Allergien vorzubeugen, wird allerdings auch oft ein Nickelersatz verwendet.

Egal in welcher Legierungsform - Goldschmuck ist stets ein besonders edles Accessoire und besticht durch seine hervorragenden Materialeigenschaften. So kann Goldschmuck zum Beispiel nicht durch Stoffe in der Luft oder durch Säure angegriffen werden. Gold rostet nicht, läuft nicht an und kann sich nur in einem bestimmten Säuregemisch aus Salz- und Salpetersäure auflösen.


Pflege von Goldschmuck

Wie bereits erwähnt, besitzt Goldschmuck hervorragende Materialeigenschaften und bedarf daher nur einer geringen Pflege, um über viele Jahre schön und wertvoll zu bleiben. Ein paar Ratschläge sollten jedoch befolgt werden, damit Ihre Schmuckstücke stets ansehnlich und glänzend bleiben.

Zum Reinigen von Goldschmuck können Sie diesen in ein Bad aus milder Seifelauge legen und dabei mit einem Tuch oder einer alten Zahnbürste Verschmutzungen entfernen. Im Anschluss sollte das Schmuckstück gründlich mit klarem Wasser abgewaschen werden, um alle Seifenreste und eventuelle Fettrückstände zu entfernen.

Wer es ganz perfekt machen will, kann den Goldschmuck nach der Reinigung auch kurz in reinen Alkohol tauchen, damit verschwinden eventuelle Seifen- und Fettrückstände von selbst. Nach dieser Prozedur trocken Sie den Schmuck mit einem weichen Tuch, am besten aus einer Naturfaser wie Baumwolle oder Leinen.

Ist ein Schmuckstück besonders stark verschmutzt oder enthält Rückstände, die mit Seifenlauge nicht mehr zu entfernen sind, sollten Sie auf ein spezielles Goldreinigungsbad zurückgreifen. Diese Pflegemittel erhalten Sie im gut sortierten Fachhandel. Sie können Goldschmuck jedoch auch bei einem Juwelier professionell reinigen lassen. Dieser verwendet zur Reinigung meist ein Ultraschallbad, welches schonend und zugleich effektiv alle Verschmutzungen entfernt.

Wenn sich Goldschmuck verfärbt hat, liegt dies niemals am Gold selbst, sondern immer an den in der Legierung enthaltenen anderen Metallen. Gerade die Legierungen mit niedrigem Goldanteil wie 333 oder 585 verfärben sich bei höheren Temperaturen - zum Beispiel im Sommer - gern und werden dabei dunkler. Um solche Verfärbungen zu entfernen, gibt es im Fachhandel spezielle Goldpoliertücher, oder aber Sie wenden sich wiederum an einem Juwelier, der das Schmuckstück dann im Ultraschallbad reinigt.

Prinzipiell lässt sich sagen: je höher der Anteil an reinem Gold in der Legierung ist, um so weniger Pflege braucht das Schmuckstück und um so unempfindlicher ist es gegen äußere Einflüsse. Es lohnt sich also wirklich, beim Kauf etwas mehr auszugeben.

 

 




Datum: June 13, 2009 02:02:11 PM
Autor: Volker Nothdurft
Kategorie: Schmuck  :  Goldschmuck
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